Herzlich willkommen,

auf der Internetseite unserer Schule. Auf den folgenden Seiten bekommen Sie alle Informationen und Neuigkeiten rund um die 1. Städtische Gesamtschule Stolberg (SGS)

Unsere Schule wurde zum Schuljahr 2012/13 als vierzügige Gesamtschule gegründet. Unsere 545 Schüler und Schülerinnen werden von 50 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet. Im Rahmen der Inklusion werden bei uns auch Schüler/innen im Gemeinsamen Lernen (GL) aufgenommen, die durch Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen zusätzlich betreut werden.

Unser Schulgebäude wurde innen und außen umfassend saniert. Alle Klassen- und Fachräume sind neu und modern ausgestattet. Jeder Klassenraum und die NW-Räume verfügen neben der klassischen Tafel auch über ein interaktives Smartboard. Das Gebäude am Sperberweg ist mit den jetzt vorhandenen Jahrgängen 5-7 ausgelastet. Seit dem Schuljahr 2015/2016 nutzen wir das 2. Gebäude an der Walther-Dobbelmann-Straße, das z.Z. auch noch von der Realschule 1 genutzt wird. Mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 werden wir 5 neue Klassen aufnehmen können.

Auf unseren Internetseiten möchten wir Ihnen einen umfassenden Überblick über unsere Schule geben.

Helge Pipoh
Schulleiter

Anschrift >>

Sperberweg 1

(Jahrgänge 5-7)
52223 Stolberg

 

Walther-Dobbelmann-Straße 11

(Jahrgänge 8 & 9)

52223 Stolberg
Tel: 02402/9977510
Fax: 02402/99775140
info@gesamtschule-stolberg.de


Termine >>

 

 24.04.-26.04., Klassenfahrt 5

 03.05., Elternsprechtag

weitere Termine...

Krankheitsfall?>>

Informationen und Bestimmungen für den Krankheitsfall finden Sie HIER.


Aktuelles

Waldpädagogik: Wenn der Jäger Schule  macht …

Jäger Herr Deutz in der Klasse 5c
Jäger Herr Deutz in der Klasse 5c

Waldpädagogik im Klassenzimmer erlebte die Klasse 5c beim Besuch des Jägers Herrn Deutz. Die heimische Tier- und Pflanzenwelt, die zuvor im Biologieunterricht thematisiert wurde, wurde noch einmal aus anderer Perspektive beleuchtet. Mit Präparaten von Sperber oder Bussard, Sommer- und Winterfellen von Reh- und Schwarzwild wurde Lernen mit allen Sinnen ermöglicht. Wer die Hauer eines Wildschweins in der Hand hatte oder das Aneinanderschlagen von Hirschgeweihen hörte, kann sich die Revierkämpfe konkurrierender Männchen vorstellen. Herr Deutz vermittelte den Kindern, wie der Alltag eines Jägers aussieht und welche Rolle Jäger dabei spielen, die Natur im Gleichgewicht zu halten. Erstaunt waren die Schülerinnen und Schüler darüber, dass das wichtigste Utensil eines Jägers nicht das Gewehr darstellt, sondern das Fernglas. “Nur etwa 5% der Arbeit macht die eigentliche Jagd aus. Im Vordergrund stehen die Pflege und Bewirtschaftung des Reviers. Dazu gehören das Anlegen von Wildäckern ebenso wie die Aufzucht verletzter oder verwaister Tiere sowie das Aufhängen von Bruthilfen für Vögel.“ Ehrenamtliche Elternarbeit im Biologieunterricht – für beide Seiten eine Bereicherung!

 

Bob3: Ein Roboter hilft beim Programmieren

 

Schülerinnen der Gesamtschule lernen in einer Arbeitsgemeinschaft mit einem Stolberger Roboter eine Programmiersprache

Kiara und Lotta sitzen gemeinsam an einem Rechner im Computerraum der Gesamtschule Stolberg am Sperberweg. Die beiden Fünftklässlerinnen stecken die Köpfe zusammen, blicken konzentriert auf den Monitor. Über ein USB-Kabel und eine Art Helm ist ein kleines, blinkendes Figürchen mit dem Rechner verbunden. Das ist der Roboter „Bob3“, und der kleine Bob wird gerade von Kiara und Lotta im Rahmen einer reinen Mädchen-AG programmiert. Direkt hinter den Mädchen an ihren Rechnern läuft Katja Bach auf und ab. Die junge Mathematikerin arbeitet bei der Stolberger Firma Nicai Systems, die seit mittlerweile zehn Jahren edukative Roboter herstellt, also programmgesteuerte Maschinen, mit denen Schülerinnen und Schüler erste Schritte in der Welt der Technik machen sollen. Der kleine „Bob3“ ist das jüngste Produkt aus dem Hause Nicai. Er reagiert auf Berührungen, kann in unterschiedlichen Farben leuchten und sogar mit „Artgenossen“, also mit anderen Bobs, kommunizieren.

Wenn Bob etwas Neues lernen soll, dann muss er über den Helm an den Rechner angeschlossen und entsprechend programmiert werden. Das klingt einfach, ist aber in der Praxis ganz schön knifflig. „In dieser AG lernen die Schüler den Umgang mit einer reellen Programmiersprache, einem C-Dialekt“, sagt Katja Bach.
Wie Profis arbeiten

Dabei sei wichtig, dass es sich bei dem „Bob“-System nicht um Kinderprogrammieren oder gar ein Spielzeug handelt, sondern dass durch dieses Projekt eine Vorgehensweise vermittelt wird, mit der auch Profis arbeiten. Das klingt anspruchsvoll, nicht nur für Fünftklässler. „Das Erlernen einer Programmiersprache kann gerade für Kinder und Jugendliche zunächst eine ziemlich trockene Angelegenheit sein. Mit dem kleinen Roboter wollen wir erreichen, dass die Mädchen beim Programmieren direkt erste Erfolge sehen“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Und das ist nicht alles: Denn bevor die Mädchen mit dem Programmieren begonnen haben, hat jede ihren eigenen Bob unter Anleitung zusammengebaut, zum Teil auch gelötet. Sie haben Widerstände, LED-Lämpchen und Phototransistoren angebracht. „Auch das führt dazu, dass die Kinder Berührungsängste mit Technik verlieren und zudem verstehen, was sich im Inneren eines Computers abspielt.
Nicht einfach im Laden kaufen

„Ich beschäftigte mich zu Hause viel mit Elektronik“, sagt Schülerin Kiara, „und wenn wir hier unsere eigenen Roboter bauen und programmieren, dann schätzt man das viel eher, als wenn man das einfach im Laden kauft.“ Ihre Freundin Lotta ergänzt: „Es ist spannend, dass man den Roboter selbst baut und ganz alleine entscheiden kann, was der können soll. Wenn man sich sowas einfach kauft, dann ist das ja immer vorgegeben!“

Zustande gekommen ist die neue AG an der Gesamtschule in Kooperation mit dem ZDI-Netzwerk Aachen (Zukuft durch Innovation). Durch dessen Förderung ist die Stolberger Firma Nicai mit ihren Bob-Robotern an insgesamt sieben Schulen in der Region unterwegs. „Die Nachfrage ist wirklich enorm – und uns freut es einfach zu sehen, wenn die Kinder Spaß am Programmieren haben“, sagt Bach.

Und auch an der Schule ist das so. „Wir sind als Schule der Ansicht, dass Schüler sich heutzutage früh mit dem Thema Programmieren auseinandersetzen sollten“, erklärt Lehrerin Hildegard Krebs-May, die die Arbeitsgemeinschaft leitet. Und gerade im Informatikbereich seien Frauen stark unterrepräsentiert, betont die Lehrerin, die an der Schule Mathematik und Biologie unterrichtet und außerdem die Koordination der Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) übernommen hat. Dass an der Robotik-AG zunächst nur Mädchen teilnehmen dürfen, habe bei den Jungen in den unteren Klassenstufen natürlich nicht gerade für Begeisterung gesorgt. „Aber ich bin davon überzeugt, dass die Mädchen, wenn sie unter sich sind, sich entspannter in diesem Themenfeld bewegen, das für sie noch vollkommen neu ist“, so die Lehrerin. Außerdem sei die AG zunächst ein Testprojekt gewesen. „Wenn alles gut läuft, wollen wir das durchaus ausbauen“, sagt Hildegard Krebs-May.

Auch die Schulleitung der Gesamtschule ist angetan von den programmierenden Schülerinnen: „Die Mädchen bearbeiten hier thematisch ein Feld, das für die meisten bisher noch gar keine Rolle gespielt hat“, sagt Markus Emundts, stellvertretender Schulleiter.

Das könne auch bei der Wahl des späteren Berufs eine große Rolle spielen. „Wenn die mit ihrer AG fertig sind, dann können die Schülerinnen der fünften oder sechsten Klasse besser programmieren als so mancher Abiturient“, sagt Emundts.
Wie gebannt vor dem Bildschirm

Kiara und Lotta sitzen immer noch gebannt vor dem Bildschirm. „Wir wollen versuchen, dem Roboter beizubringen, dass zwei seiner LED-Lämpchen abwechselnd blinken sollen“, erklärt Kiara. Das klappt aber noch nicht so richtig. Aber aufgeben tun die beiden Mädchen deshalb noch lange nicht. „Naja, manchmal kommt man eben an einer Stelle nicht direkt weiter. Dann probiert man was anderes, und irgendwann klappt es dann“, sagt Lotta mit einem zufriedenen Blick auf ihren „Bob3“.

„Mit dem kleinen Roboter wollen wir erreichen, dass die Mädchen beim Programmieren direkt erste Erfolge sehen.“
Katja Bach, Diplom-Mathematikerin

„Manchmal kommt man eben an einer Stelle nicht direkt weiter. Dann probiert man was anderes, und irgendwann klappt es dann.“
Lotta, Schülerin, über den Umgang mit ihrem „Bob3“

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten

„So kompliziert ist das alles gar nicht!“ - Aktion „Jung lehrt Alt“ an der Stolberger Gesamtschule

Schüler bringen der älteren Generation die digitale Welt näher. Sie ist kein unergründliches Mysterium.

Stolberg-Münsterbusch. Die digitale Welt ist für so manche – auch heutzutage noch – ein unergründliches Mysterium. Wie schalte ich meinen PC an, ohne dass er sich ständig von alleine wieder verabschiedet? Wie schreibt man eigentlich eine E-Mail und was, um Himmels willen, war nochmal gleich ein Browser? Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten damit und trauen sich, wenn es um technische Angelegenheiten dieser Art geht, nicht so recht über den Weg. 15 Stolberger Senioren haben jetzt im Rahmen des Projektes „Jung lehrt Alt“ (JuleA) den Schritt gemacht und sich der digitalen Welt geöffnet. Und stellten mit Hilfe fest: „So kompliziert ist das alles gar nicht!“
Reise in die Vergangenheit

Wieder einmal zur Schule gehen, Schüler sein und etwas lernen. Für die Teilnehmer des Projektes war diese Erfahrung so etwas wie eine Reise in die Vergangenheit – mit einem zentralen Unterschied: Im Vergleich zu früher, saßen sie nun mit ihren Handys, Tablets und Laptops in einem Klassenzimmer der städtischen Gesamtschule. Was zur damaligen Zeit unvorstellbar erschien, ist für die heutige Generation gar nicht mehr wegzudenken.

Die Schüler mit ihrem Know-how, die kurzerhand in die Rolle des Lehrers schlüpften, schauten ihnen beim Blick auf die Bildschirme über die Schulter: „Ich bin noch nie in eine Schulklasse gegangen, wo es mehr Lehrer als Schüler gab“, merkt ein Projektteilnehmer schmunzelnd an. Begonnen hat JuleA im vergangenen Jahr. Es geht darum, den Senioren auf technische Fragen eine Antwort zu geben: Wie speichere ich Kontakte ein? Wie benutze ich What`s App oder kopiere Bilder?

In einer entspannten Arbeitsatmosphäre und mit viel Ruhe und Geduld seitens der jungen Lehrer wurden so die Schüler mit dem Wissen vertraut gemacht: „An dem Projekt nehme ich jetzt schon zum zweiten Mal teil. Ich will wissen, wie ich mit dem PC oder dem Handy besser umgehen kann“, sagt Margot Lützeler. Sie ist mit ihren 80 Jahren der beste Beweis dafür, dass es auch im höheren Alter noch eine gute Sache ist, Neues zu erlernen: „Ich habe nicht nur Fortschritte gemacht, sondern ich bin im Umgang mit der Technik richtig fit geworden“, äußert sie mit Dankbarkeit gegenüber ihrem 15-jährigen Mentor Resul Doga. Er ist einer der 16 jungen Menschen, die das sübergreifende Projekt innerhalb des Ergänzungskurses mitgestalteten: „Was für mich so selbstverständlich ist, wie zum Beispiel die Nutzung von Facebook, war für sie noch Neuland. Mir hat es super viel Spaß gemacht, die Dinge zu erklären“, erzählt der Neuntklässler.

An einem weiteren Tisch tüftelten Niklas Frink und Waltraud Müller an einem Startdilemma ihres Laptops: „Ich sage mir immer, wenn er zehn Mal hintereinander ausgeht, dann mache ich lieber etwas das mir Spaß macht, wie ein gutes Buch lesen. Wir sind ja auch ohne das Ganze groß geworden. Auf der anderen Seite kann man heute an der Sache nicht vorbeigehen“, findet Waltraut Müller, und ist deshalb auch hier.
Einmal pro Woche

Einmal pro Woche, über einen Zeitraum von zwei Monaten, fand JuleA an Stolbergs Gesamtschule statt. Benjamin Falkner, Betreuer des Projekts und Lehrer für Mathematik und Physik, zieht Bilanz: „Es war schön zu sehen, dass die Schüler so viel Freude hatten und eine andere Art der Wertschätzung erfahren haben, jenseits der Notenvergabe.“

Damit meint er das soziale Miteinander mit den älteren Damen und Herren: „Die Schüler haben einerseits etwas beigetragen. Andererseits war da jemand, der sich darüber gefreut hat und in Zukunft etwas mit den Informationen anfangen kann“, hebt Falkner hervor.

Ein gegenseitiges Geben und Nehmen also, welches am Ende im Beisein von Schulleiter Helge Pipoh und Klaus Wohnaut, Sponsor der Sparkasse Aachen, mit anschließender Urkundenübergabe gefeiert wurde. Erfreulich: Im kommenden Schuljahr wird das Projekt „Jung lehrt Alt“ in eine nächste Runde gehen.

„Ich habe nicht nur Fortschritte gemacht, sondern ich bin im Umgang mit der Technik richtig fit geworden.“
Margot Lützeler,

80 jährige Kursteilnehmerin

 

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten