Schüler bekommen erste Einblicke in Berufe - Schülerpraktikant Nicolai Sonn berichtete für die Stolberger Zeitung

Julius Hoven behandelt in einer Physiotherapeuten-Praxis seinen Vater , Rolf Hoven. Foto: Nicolai Sonn
Julius Hoven behandelt in einer Physiotherapeuten-Praxis seinen Vater , Rolf Hoven. Foto: Nicolai Sonn

Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs an der Stolberger Gesamtschule haben bis gestern ihr dreiwöchiges Schulpraktikum in Betrieben in der Kupferstadt und in der ganzen Region absolviert, und dabei viel gelernt.
Von Nicolai Sonn

Stolberg. Polizist, Feuerwehrmann, Rennfahrer: Das sind die Berufe, die viele Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren als ihren Traumberuf sehen. Doch im Alter von 14, 15 Jahren haben sie schon andere Vorstellungen von ihrem idealen Job.

So wie der ganze neunte Jahrgang der Gesamtschule Stolberg, der zurzeit das dreiwöchige Schulpraktikum absolviert. Wir haben zwei Schüler besucht.
Viel Arbeit in der Praxis

Der Schüler, Julius Hoven, der sein Praktikum bei der Physiotherapie Sieven macht, sagt: „Es braucht viel Arbeit, um ein guter Physiotherapeut zu werden!“ Er wollte einen Beruf ausüben, in dem es um Sport und Gesundheit geht. Also hat er sich mit seinem Vater unterhalten, und sie sind gemeinsam auf dieses Berufsfeld gestoßen.

Den Beruf wählte er, weil er gerne etwas mit Menschen macht, und sie über ihre Gesundheit Informieren möchte. Als wir ihn fragten, ob er sich vorstellen könnte in dem Betrieb anzufangen, sagte er ohne zu zögern zu.

 

„Lehrerin an einer weiterführenden Schule zu werden, wäre nichts für mich.“
Leonie Müller, Schülerin der Gesamtschule Stolberg

Er erzählt, dass sein Betreuer, Rainer Sieven, mit ihm nach Köln zu einer Fortbildung für Physiotherapeuten gefahren ist. Man braucht mindestens einen Realschulabschluss, aber studieren muss man für den Beruf nicht. Man sollte aber einiges über die Grundlagen, wie der Körper aufgebaut ist, wissen.

Die Schülerin, Leonie Müller, die ihr Praktikum in der Grundschule KGS Atsch macht, möchte Lehrerin werden. Sie wählte dieses Berufsfeld, weil sie Spaß daran hat, mit Kindern zu arbeiten und ihnen etwas bei zu bringen. Besonders viel Freude macht ihr das Helfen im Unterricht.

Schwierig in diesem Beruf findet sie, dass die Kinder nicht immer das machen, was man ihnen sagt. Aber das schreckt Leonie Müller nicht ab. Die Praktikanten haben in der Schule immer etwas zu tun, wie zum Beispiel Streitigkeiten zu klären und den Kindern zu helfen, wenn es Probleme gibt. „Lehrerin auf einer weiterführenden Schule zu werden, das wäre nichts für mich, weil ich die Kinder lieber in den ersten Schuljahren begleiten möchte, als in den letzten“, sagt Leonie Müller. Für diesen Beruf benötigt man das Abitur und ein Studium.

Beide Schüler machen einen sehr zufriedenen Eindruck und versuchen alles daran die Erwartungen für diese Berufe zu erfüllen, um eines Tages selber dort zu arbeiten.

Quelle: Stolberger Zeitung / Nachrichten