Was macht eigentlich unser Bürgermeister? - Dr. Tim Grüttemeier zu Besuch in der 7d

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Wer hat hier eigentlich was zu sagen?“, die den Schülerinnen und Schülern der 1. Städtischen Gesamtschule Stolberg im Politikunterricht die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland näher bringen soll, kam in der Klasse 7b die Frage auf, was eigentlich die Aufgaben eines Bürgermeisters seien.
Der Vorschlag ihrer Lehrerin Frau Theimer-Totzek Herrn Dr. Grüttemeier, den Bürgermeister der Stadt Stolberg, doch einfach einzuladen, um ihn persönlich zum Thema zu befragen, wurde von den Schülerinnen und Schülern zwar begeistert, jedoch auch ungläubig aufgenommen: „Der kommt bestimmt nicht zu uns, dazu hat er sicher keine Zeit!“
Hatte er doch! Nach dem Anruf im Bürgermeisteramt dauerte es nicht lange und die Klasse bekam eine verbindliche Zusage. In den folgenden Unterrichtsstunden wurden eifrig Fragen gesammelt und geplant, was alles organisiert werden müsse. Kekse und ein Getränk müsste es geben, Blumen sollten aufgestellt und ein kleines Dankeschön überreicht werden. Auch die Sitzordnung sollte der eines Plenarsaales ähneln.


Am 1. 02. 2017 war es dann soweit! Herr Dr. Grüttemeier wurde pünktlich um 14:30 Uhr von zwei Schülern im Sekretariat abgeholt. Stolz wurde er in den Klassenraum geführt, den die Klasse zuvor (freiwillig!) gründlich aufgeräumt und einladend hergerichtet hatte.
Schon bei der herzlichen Begrüßung durch den Bürgermeister verloren die Schülerinnen und Schüler ihre Scheu. Es wurden unzählige Fragen gestellt, die Herr Dr. Grüttemeier alle sehr geduldig und freundlich beantwortete. So erzählte er, dass er sich bereits als Jugendlicher für Politik interessiert habe, dass seine Frau ihn in seiner politischen Arbeit tatkräftig unterstütze und er seine Söhne häufig selbst zu Schule bzw. Kindergarten bringe. Er übe sein Amt angstfrei, jedoch mit großem Respekt aus.
Ja, er könne seinen Beruf weiterempfehlen, er sei arbeitsreich, bringe jedoch auch sehr viel Abwechslung mit sich. Als Bürgermeister müsse man auf Menschen zugehen und sehr gut zuhören können, zudem brauche man Geduld, da demokratischen Entscheidungen immer ein diskursiver Prozess vorrausgehe, was ein wichtiges Element der Demokratie sei.
Besonders ernst genommen fühlten sich die Schülerinnen und Schüler, als er der Klasse am Ende ebenfalls Fragen stellte und wissen wollte, was sie in Stolberg verändern würden. Die Innenstadt solle attraktiver werden, man wünsche sich mehr Geschäfte und besonders für arme Menschen solle noch mehr getan werden. Zudem würde man sich über ein größeres Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, z.B.  eine Skaterbahn, freuen.
Für die Klasse 7 B ist Politik an diesem Tag ein Stück weit lebendig geworden, man kenne den Bürgermeister nun und wisse, dass man ihn sogar anrufen könne, wenn man ernsthafte Anliegen habe. Bereits in naher Zukunft ist nun zudem der Besuch des  Stolberger Jugendparlaments geplant: „Wir wissen jetzt, dass auch junge Menschen in Stolberg etwas bewegen können!“