Fahrt nach Oberzauch

 

In diesem Schuljahr hat unsere Gesamtschule vom 21.02.17 bis 02.03.2017 zum ersten Mal eine erlebnispädagogisch orientierte Bildungsfahrt nach Zauchensee in Österreich unternommen. Die Fahrt wurde mit einer Gruppe aus Schülerinnen und Schülern des 8. und 9. Jahrganges durchgeführt. Da das Platzangebot in der Hütte begrenzt war, wählten wir mit Hilfe der Klassenleitungen geeignete Kinder aus, von denen wir annahmen, dass sie in besonderem Maße von der Fahrt profitieren könnten.

 

So trafen wir uns nach den Weihnachtsferien regelmäßig dienstags nach dem Unterricht, um unsere gesamte Fahrt gemeinsam zu planen. Da mussten verschiedene Haushaltsdienste wie Kochen, Spülen und Putzen eingeteilt und ein Verpflegungsplan erstellt werden. Dazu gehörte auch die Auswahl der Rezepte und das Schreiben der Einkaufslisten, deren Mengenangaben erst auf unsere Personenzahl umgerechnet werden mussten. Kurz vor Fahrtbeginn musste alles eingekauft und transporttauglich verpackt werden. Dies kam zu den üblichen Vorbereitungen wie der Zimmeraufteilung, dem Schreiben einer Packliste und der Kleiderausstattung für den Skisport bei winterlichen Temperaturen hinzu und nahm schon einige Zeit in Anspruch.

 

Und dann ging es endlich los: Nach unserer nächtlichen Hinfahrt kamen wir pünktlich in Zauchensee an und stapften tapfer über die Skipiste zur Hütte nach Oberzauch hoch, um uns dort erst einmal zu orientieren und einzurichten. Nach dem Frühstück ging es aber auch direkt los mit der Skiausleihe, passende Schuhe zu finden, anzuprobieren und in den „Klumpen“ erste Gehversuche zu unternehmen.

 

Am Nachmittag unternahmen wir bei strahlendem Sonnenschein auch schon die ersten Skiübungen vor der Hütte. Dabei waren alle Schülerinnen und Schüler trotz Müdigkeit engagiert bei der Sache, obwohl es sehr mühselig war, den Berg nach kurzem Gleiten immer wieder hochstapfen zu müssen. Nach dem ersten lecker gekochten Abendessen fielen alle müde, aber mit viel Vorfreude auf den nächsten Tag in ihre Betten.

 

Die nächsten Tage waren aufregend und anstrengend zugleich. Jeder wollte das Skifahren lernen und alle Schülerinnen und Schüler machten schnell große Fortschritte. Schon zum Ende des 2.Tages waren alle auf den „richtigen“ Pisten unterwegs und sammelten erste Erfahrungen mit Sessellift und Gondel. Außerdem lernten sie auch die wichtigen „Verkehrsregeln“ auf den Pisten, spürten wie viel Spaß und Freude das gemeinsame Fahren in der Gruppe macht und wie wichtig es ist, aufeinander zu achten und uns Skilehrern das nötige Vertrauen zu schenken.

 

 

Und ganz nebenbei erforderte das Hüttenleben auf recht engem Raum viel Toleranz und Achtsamkeit. Dabei haben sich unsere Schülerinnen und Schüler verlässlich um alle Malzeiten gekümmert, unermüdlich gespült, aufgeräumt und gekehrt, aber auch Holz für den Ofen geholt, Schnee geschaufelt und spät abends noch die Skischuhe ins Warme geholt.

 

Die abendlichen Hüttenrunden ließen jeden Tag noch einmal Revue passieren, weshalb das lustigste Ereignis den „Seppelhut“ verdiente und der Held des Tages natürlich auch mit dem passenden Hut gekürt wurde. Schön, dass dann immer noch Zeit miteinander für Gesellschaftsspiele, Tischtennis oder Gespräche blieb.

Mit so viel frischer Bergluft, Sport und Anstrengung vergingen die Tage wie im Flug und so kamen wir am Donnerstagabend alle zufrieden und unverletzt wieder in Stolberg an.

 

Es war eine tolle Fahrt für uns alle!!!

 

Claudia Dix und Heidi Lenting