Erster Besuch der Gesamtschule Stolberg am IES Andrés de Vandelvira in Albacete (Spanien)

Gruppenbild mit unseren Gastgebern...
Gruppenbild mit unseren Gastgebern...

Fünf Minuten vor der Ankunft, Tränen: "Nein, ich steige nicht aus, ich will nicht!" Sieben Tage später, fünf Minuten vor der Abfahrt: "Nein, ich steige nicht ein, ich will bleiben."

Es gibt diese Erfahrungen, da kommt der Kopf nicht ganz mit, aus dem Unbekannten wird Vertrautes, aus Überforderung Stärke und aus einem Schulfach ein Werkzeug, das aus Fremden Freunde werden lässt.

So war das beim ersten Besuch der Gesamtschule Stolberg am IES Andrés de Vandelvira in Albacete.

Zu verdanken ist dies 14 Schülerinnen und Schülern der Spanischkurse aus den Jahrgangsstufen 8 und 9, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben, aber natürlich auch unseren Gastgebern, die uns zur Internationalen Woche eingeladen hatten und uns mit einer solch überwältigenden Gastfreundschaft empfingen, die alle Bedenken schnell verfliegen ließ.

Eine Menge geschah in dieser Woche: gemeinsames Singen und Tanzen, landestypisches Kochen, eine Stadtrallye und ein Sponsorenlauf für hilfsbedürftige Kinder in Afrika und vieles mehr.

Wir erlebten die Schönheit La Manchas, ihrer Seen und wüstenartige Leere, wandelten auf den Spuren Don Quichotes, bewunderten die Windmühlen, gegen die der Ritter einst gekämpft hatte, tauchten ein in das pulsierende Leben Madrids und standen tatsächlich auf der Puerta del Sol am Kilometer 0 und machten Pause im Parque de Retiro. Wie oft hatten wir nur darüber gelesen und wie schön ist es, wenn Arbeitsblätter plötzlich greifbar werden.

 

Wir lernten das spanische Leben kennen, draußen auf den Straßen und Plätzen, wo man sich nicht verabredet, sondern sich einfach trifft. Wir lebten mit den Familien zusammen, die uns mit Lunchpaketen umsorgten, die fast nicht in den Rucksack passten. Und wir mussten uns stets warm anziehen, da es ja so kalt war - bei 20 Grad.

Sie werden sich noch wundern beim Gegenbesuch, vielleicht über den Regen, über das Grün und dass es doch ziemlich hohe Bäume gibt, bestimmt über unser Frühstück, das nicht aus Plätzchen besteht und bestimmt auch über eine ebenso überwältigende Gastfreundschaft, auf dass bei der Abfahrt dann wieder Tränen fließen.

Wie Begann Cervantes seinen Don Quichote: “En un lugar de La Mancha, de cuyo nombre no quiero acordarme ...". Da liegt er mal daneben ... nicht möglich, sich nicht gerne an Albacete erinnern zu wollen.

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