Kunst

Überall begegnen wir Bildern: im Fernsehen, im Kino, auf dem Bildschirm der Computer und den Videospielgeräten, auf den Werbetafeln und in Zeitschriften.

Das besondere Lern- und Erfahrungsfeld im Fach Kunst ist die Welt der Bilder jedweder Ausprägung, die die visuelle Kultur und Lebenswirklichkeit ausmacht .

In einer zunehmend medialen und virtuell vermittelten Wirklichkeit gewinnt daher die Entwicklung der Wahrnehmungsfähigkeit eine stets bedeutender werdende Rolle. Sie zielt auf die Fähigkeit, sich durch das Verständnis von Bildsprache und der Wirkung und Funktionen von Bildern in unserer heutigen Welt aktiv zurechtzufinden.

Daher ist es uns ein zentrales Anliegen, das Ausdrucks- und Wahrnehmungsvermögen der Schülerinnen und Schüler anzuregen, zu entwickeln, zu erweitern und ästhetisches Denken und Handeln in Form einer komplexen Bildkompetenz auszubilden, sowie die Phantasie und Kreativität zu fördern.

Die Aneignung der fachspezifischen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten im Hinblick auf die Entwicklung von Bildkompetenz geschieht durch die Wahrnehmung und die Herstellung von Bildern und das Kommunizieren über Bilder. Demnach stehen die Basiskompetenzen Produktion, Rezeption und Reflexion im Vordergrund.

Inhaltlich kann daher alles zum Lerngegenstand werden, was auf visuelles und haptisches Wahrnehmen hin erdacht und gemacht ist: Ob durch Malerei, Zeichnung, Plastik/Skulptur, Objekt/Installation, Architektur, Fotografie, Film, elektronische Bildgestaltung, Graffiti oder auch Gebrauchsgegenstände – es gibt unzählige Möglichkeiten Kreativität zu erleben und die Freude am Experimentieren und Gestalten zu entwickeln und zu fördern.

Neben einer Sensibilisierung der Wahrnehmung und der damit einhergehenden Erweiterung und Differenzierung der Wahrnehmungsfähigkeit stellt die Ausbildung von Kompetenzen im gestalterischen Bereich die Basis des Kunstunterrichts dar.

Durch den vielfältigen Umgang mit Materialien, Werkzeugen und Gestaltungsverfahren möchten wir die Schülerinnen und Schüler zum eigenständigen Entwickeln bildnerischer Lösungen: vom Entwickeln erster Ideen über das Skizzieren, Entwerfen und Experimentieren bis hin zum Präsentieren der Ergebnisse befähigen

Diese vielschichtigen Prozesse der individuellen Auseinandersetzung und des selbstständigen und selbstreflexiven Lernens versuchen wir vor allem durch schüleraktivierende Inhalte und Methoden, transparente Leistungsbewertung,  außerschulische Lernorte (Museen, Ausstellungen, Stadt- und Naturlandschaften), sowie eine fächerübergreifende Verknüpfung zu begünstigen. Ein fächerübergreifendes Projekt wurde beispielsweise zum Thema „Steinzeit“ durchgeführt, in dem die Fächer Deutsch, Geschichte, Hauswirtschaft und Kunst parallel zur Thematik arbeiteten und das mit dem Besuch im Neanderthal - Museum abgeschlossen wurde. Hierzu gestalteten die Schülerinnen und Schüler Plastiken zum Lebensraum (Höhlenbau) der Steinzeitmenschen, sowie Höhlenmalereien.