Praktische Philosophie

Das Fach Praktische Philosophie orientiert sich an Sinn- und Wertefragen, dadurch fördert es die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Schüler. Die Schüler lernen soziale Verantwortung zu übernehmen und eine demokratische Gesellschaft zu gestalten. Des Weiteren bauen die Schüler ein Verständnis für für weltanschauliche, religiöse und ideengeschichtliche Positionen auf, die Grundlage für eine interkulturelle und intrakulturelle Toleranz sind. 

 

Die Schüler lesen Texte, interpretieren Bilder, führen Gespräche, klären Begriffe, führen Schreibgespräche, verfassen Texte selber, entwickeln Gedankenexperimente und führen Rollenspiele aus. Im Mittelpunkt stehen das begründete Argument und das begründete Argumentieren.

 

Im Fach Praktische Philosophie werden alle Fragen des menschlischen Zusammenlebens bearbeitet. Diese Fragen werden aus drei unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten. Die personale Perspektive greift Lebens- und Alltagserfahrungen der Schüler auf. Die gesellschaftliche Perspektive rückt gesellschaftliche Wertvorstellungen und Wertkonflikte in den Mittelpunkt. Die Ideen-Perspektive bezieht sich auf Fragen und Antworten der Ideengeschichte.

Diese drei Perspektiven beziehen sich auf sieben sogenannte Fragenkreise, die den gesamten Inhalt des Unterrichtsfachs abdecken. Die sieben Fragenkreise lauten:

  • Die Frage nach dem Selbst
  • Die Frage nach dem Anderen
  • Die Frage nach dem guten Handeln
  • Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft
  • Die Frage nach Natur, Kultur und Technik
  • Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien
  • Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn

Die Fragenkreise untersuchen u.a. die folgenden Fragen: Was ist Wahrheit?, Was bedeutet Freundschaft, Wie funktioniert eine Gemeinschaft, Was ist der Sinn des Lebens?, Was macht mich aus? Welche Rechte hat ein Mensch?, Was ist Natur?, Wie kann man mit Konflikten umgehen? usw.

Praktische Philosophie richtet sich an alle Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.